Meldungen aus dem Pius

Meldungen aus dem Pius-Hospital Oldenburg, Aktuelles aus dem Pius-Hospital Oldenburg

Onkologie-Experten treffen sich in diesem Jahr virtuell

Onkologie-Experten treffen sich in diesem Jahr virtuell
28. Oktober 2020

Die Fachveranstaltung "Hematology Wrap up" / "Oncology Wrap Up", welche seit 2015 einmal im Jahr von Pius-Hospital, Klinikum Osnabrück und EV. Diakonie-Krankenhaus Bremen durchgeführt wird, fand dieses Jahr online statt – vom 6. bis 7. November 2020.

Mitorganisator Professor Frank Griesinger, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin — Onkologie im Pius-Hospital, hat aufgrund der Corona-Pandemie bereits einige Fachveranstaltungen im Online-Format mit Erfolg gestaltet und führte gemeinsam mit Professor Ulrich Trappe (Bremen) und PD Julian Topaly (Osnabrück) durch das Programm.

Download Einladung, Programm-Flyer und Anmeldeinfos

Landespolitik sagt der Universitätsmedizin Oldenburg 80 Millionen Euro zu

Landespolitik sagt der Universitätsmedizin Oldenburg 80 Millionen Euro zu
1. Oktober 2020

Erleichterung bei allen Beteiligten über die revidierte Entscheidung: Der Bau des dringend benötigten Lehr- und Forschungsgebäudes für die Universitätsmedizin kann voraussichtlich wie geplant starten.

„Entscheidung revidieren“, „Zukunftsinvestitionen nicht verschlafen“ oder „Affront gegen die ganze Region“ – gegen die Pläne der Landesregierung, den Bau des neuen Lehr- und Forschungsgebäudes für die Universitätsmedizin Oldenburg zunächst nicht zu finanzieren, hatten sich Universität, Partner der Unimedizin, Stadt und Region sowie Ärzteverbände und zahlreiche Interessenvertretungen vehement gewehrt. Mit Erfolg: Neben 40 Millionen Euro aus dem Etat des Wissenschaftsministeriums stellt das Land nun doch weitere 40 Millionen Euro im Doppelhaushalt 2022/2023 bereit. Weitere Infos

 

Behandlung von COVID-19-Erkrankung mit Antikörpern

Behandlung von COVID-19-Erkrankung mit Antikörpern
24. September 2020

Ende August ergab sich im Pius-Hospital der erste Fall, bei dem vom DRK-Blutspendedienst in Oldenburg generierte Plasmapräparate einer an COVID-19 erkrankten 55-jährigen Patientin verabreicht wurden. Die stationär aufgenommene Frau hatte eine Vielzahl an Symptomen, einen geschwächten Allgemeinzustand und anhaltendes hohes Fieber. Wie ihr diese Behandlung geholfen hat, lesen Sie in unserer Pressmitteilung.

 

 

Cambio begrüßt das Pius-Hospital als dreitausendsten Kunden

Cambio begrüßt das Pius-Hospital als dreitausendsten Kunden
20. Juli 2020

Oldenburg schaltet in Sachen Carsharing einen Gang hoch: Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan, Klaus Büscher, Leiter des Amtes für Umweltschutz und Bauordnung und Klaus Göckler, Geschäftsführer des Anbieters cambio begrüßten am Montag, 20. Juli 2020, das Pius-Hospital als dreitausendsten Carsharing-Kunden. Mit dem Erreichen dieser Marke hat die Stadt ein im Jahr 2012 aufgestelltes Ziel aus ihrem „Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept (InEKK)“ fristgerecht verwirklicht. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pius nutzen jetzt die Fahrzeuge der nahen cambio-Stationen. „Für uns als Pius-Hospital stand die Entscheidung an, ob unser Dienstwagen am Ende der Leasinglaufzeit durch einen neuen Wagen ersetzt wird. Wir haben das flexible Carsharing-Modell gewählt“, erläutert der kaufmännische Direktor des Krankenhauses, Erich Thunhorst. „Mit Carsharing können auch mehrere Mitarbeitende gleichzeitig unterwegs sein und die Autos stehen kaum weiter entfernt als unsere Dienstwagen in der Tiefgarage“, erklärte Torben Hübler, Leiter der Abteilung für Einkauf und Logistik im Pius-Hospital. Dass es sich beim dreitausendsten Carsharing-Nutzer um einen gewerblichen Kunden handelt, erfreut Stadtbaurat Sven Uhrhan ganz besonders: „Zeigt es doch einen klimafreundlichen Trend bei der Ausgestaltung gewerblicher Fuhrparke zur Sicherung der Mitarbeitermobilität.“

Weitere Information gibt es online bei der Stadt Oldenburg und www.cambio-carsharing.de

Neue Räumlichkeiten: Virtueller Rundgang Onkologie

Neue Räumlichkeiten: Virtueller Rundgang Onkologie
13. Juli 2020

Seit Juli 2020 befinden sich die Onkologische Tagesklinik, der Therapiebereich, die Onkologische Ambulanz, das Sekretariat und Studiensekretariat der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Universitätsklinik für Innere Medizin — Onkologie, in der Grüne Straße 2. Zusammen mit der Onkologischen Praxis Oldenburg haben wir unter dem Dach der "Onkologie im Ullmann-Haus" neue Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe zum Pius-Hospital bezogen. Wir laden Sie herzlich zu unserem virtuellen Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten ein!

Diagnose Glioblastom: Wie können aggressive Hirntumoren heute behandelt werden?

Diagnose Glioblastom: Wie können aggressive Hirntumoren heute behandelt werden?
7. Juli 2020

Unter den vielen unterschiedlichen Arten von Hirntumoren nimmt das Glioblastom eine Sonderstellung ein. Der Tumor wächst oft sehr schnell und gilt als besonders aggressiv. Meist liegen zwischen dem Auftreten der ersten Symptome wie Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen und der Diagnose nur ein paar Wochen oder Monate. Das schnelle Wachstum des Tumors erfordert ein ebenso schnelles und entschiedenes Handeln bei seiner Bekämpfung, um die unkontrollierte Teilung der Tumorzellen einzudämmen. Operation, Radio- und Chemotherapie sowie die nachfolgende Behandlung – all dies geschieht innerhalb kurzer Zeit. Für die betroffenen Patientinnen und Patienten, aber auch für ihre Familien und Angehörigen, gilt es den Überblick über die Behandlung und die verschiedenen Therapiemöglichkeiten zu behalten. Gleichzeitig müssen sie die Herausforderung völlig neuer Lebensumstände und -perspektiven meistern. Wie beides gelingen kann, dazu informieren Ärztinnen und Ärzte am Lesertelefon anlässlich des ersten Deutschen Glioblastomtags (17. Juli).

Selten, aber aggressiv
Die Weltgesundheitsorganisation WHO teilt Gehirntumoren nach Merkmalen der Gewebestruktur und molekulargenetischen Besonderheiten in vier Grade ein. Während der Tumorgrad I einen langsam wachsenden, gutartigen Tumor bezeichnet, handelt es sich bei einem Tumor der Stufe IV in der Regel um einen schnell wachsenden, besonders bösartigen Tumor. Glioblastome fallen in die Kategorie IV, nicht zuletzt wegen ihrer hohen Zellteilungsrate und weil sie sich ohne scharfe Abgrenzung in das umgebende Hirngewebe ausbreiten. Nach Angaben der Initiative «Gemeinsam gegen Glioblastom» erkranken in Europa jährlich etwa 22.000 Menschen an einem Glioblastom, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Meist tritt die Krankheit im Alter zwischen 55 und 65 Jahren auf, es können aber auch jüngere oder ältere Menschen betroffen sein.

Schnelles, entschiedenes Vorgehen
Wegen des aggressiven Tumorwachstums ist eine möglichst rasche Diagnose entscheidend. Eine Magnetresonanztomographie – kurz MRT – zeigt, wo genau der Tumor sich befindet, wie gut er sich operativ entfernen lässt und wie weit er sich erkennbar in das umgebende Gewebe ausgebreitet hat. Bei der Operation kommt es darauf an, den Tumor möglichst komplett zu entfernen. Die genaue Untersuchung des entfernten Tumorgewebes sichert die Diagnose, liefert weitere Anhaltspunkte über die Merkmale des Tumors und gibt damit Hinweise auf die Prognose und das weitere therapeutische Vorgehen. Nach der Operation folgt eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie, um ein weiteres Tumorwachstum sowohl lokal als auch medikamentös einzudämmen oder zu stoppen. Die Chemotherapie wird als Erhaltungstherapie über das Ende der Strahlentherapie hinaus fortgeführt.

Therapiespektrum erweitert
Eine weitere Behandlungsmethode für Patientinnen und Patienten mit Glioblastom sind Tumor Treating Fields – kurz TTFields. Dabei erzeugt ein tragbares Gerät elektrische Wechselfelder von niedriger Intensität, die die Tumorzellteilung verlangsamen oder stoppen können. In der Regel wird die Behandlung im Anschluss an die Operation, Strahlen- und Chemotherapie zusammen mit der Erhaltungschemotherapie eingesetzt. Sie kann von den Patienten ambulant zu Hause durchgeführt werden. Im März diesen Jahres hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, TTFields als Erstlinientherapie zusätzlich zur derzeitigen Standardbehandlung in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen.

Experten am Telefon
Was kommt auf mich nach der Diagnose zu? Welche Ergebnisse erzielen die Behandlungsmethoden und welche Auswirkungen haben sie? Wie funktioniert die Anwendung von TTFields? Wo finde ich Informationen über die Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten? Wo finde ich Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung? Was kann ich als Angehöriger tun?

Alle Fragen rund um die Behandlung von Glioblastomen beantworten die Expertinnen und Experten am Lesertelefon:

  • Johannes Hoffmann; Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie, Oberarzt an der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Pius-Hospital Oldenburg – Medizinischer Campus Universität Oldenburg
  • Prof. Dr. med. Florian Stockhammer; Facharzt für Neurochirurgie, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie, Städtisches Klinikum Dresden
  • Prof. Dr. med. Niklas Thon; Behandlungsschwerpunkte Neuroonkologie, Mikrochirurgie, Stereotaktische Neuroonkologie, vaskuläre Neurochirurgie, Leitender Oberarzt, Neurochirurgische Klinik und Poliklinik, Klinikum der Universität - Campus Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München

Rufen Sie an! Am Donnerstag, den 16. Juli 2020 von 16 bis 19 Uhr. Der Anruf unter 0800 – 060 4000 ist aus allen deutschen Netzen gebührenfrei.

 

Letzte Aktualisierung: 03.04.2025